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Codierungssysteme

Semantisches RAG-Retrieval, gedeckte Code-Vorschläge mit Confidence-Werten und Validierung gegen die autoritative Datenbank — über die unterstützten Codierungssysteme hinweg.

API

POST /api/code und GET /api/describe — Integration in KIS, Abrechnung und Forschung.

F44.0

ICD-10-GM 2026

Dissoziative Amnesie

Sibling codes

  • F44.1 – Dissoziative Fugue
  • F44.2 – Dissoziativer Stupor
  • F44.3 – Trance- und Besessenheitszustände
  • F44.4 – Dissoziative Bewegungsstörungen
  • F44.5 – Dissoziative Krampfanfälle
  • F44.6 – Dissoziative Sensibilitäts- und Empfindungsstörungen
  • F44.7 – Dissoziative Störungen [Konversionsstörungen], gemischt
  • F44.8 – Sonstige dissoziative Störungen [Konversionsstörungen]
  • F44.9 – Dissoziative Störung [Konversionsstörung], nicht näher bezeichnet

Exclusion

  • Alkohol- oder sonstige substanzbedingte amnestische Störung F10-F19, vierte Stelle .6
  • Amnesie: anterograd R41.1
  • Amnesie: retrograd R41.2
  • Amnesie: o.n.A. R41.3
  • Nicht alkoholbedingtes organisches amnestisches Syndrom F04
  • Postiktale Amnesie bei Epilepsie G40.-

Definition

  • Das wichtigste Kennzeichen ist der Verlust der Erinnerung für meist wichtige aktuelle Ereignisse, die nicht durch eine organische psychische Störung bedingt ist und für den eine übliche Vergesslichkeit oder Ermüdung als Erklärung nicht ausreicht. Die Amnesie bezieht sich meist auf traumatische Ereignisse wie Unfälle oder unerwartete Trauerfälle und ist in der Regel unvollständig und selektiv. Eine vollständige und generalisierte Amnesie ist selten, dann gewöhnlich Symptom einer Fugue (F44.1) und auch als solche zu klassifizieren. Die Diagnose sollte nicht bei hirnorganischen Störungen, Intoxikationen oder extremer Erschöpfung gestellt werden.

Inherited from F44: Dissoziative Störungen [Konversionsstörungen]

Inclusion

  • Hysterie
  • Hysterische Psychose
  • Konversionshysterie
  • Konversionsreaktion

Exclusion

  • Simulation [bewusste Simulation] Z76.8

Definition

  • Das allgemeine Kennzeichen der dissoziativen oder Konversionsstörungen besteht in teilweisem oder völligem Verlust der normalen Integration der Erinnerung an die Vergangenheit, des Identitätsbewusstseins, der Wahrnehmung unmittelbarer Empfindungen sowie der Kontrolle von Körperbewegungen. Alle dissoziativen Störungen neigen nach einigen Wochen oder Monaten zur Remission, besonders wenn der Beginn mit einem traumatisierenden Lebensereignis verbunden ist. Eher chronische Störungen, besonders Lähmungen und Gefühlsstörungen, entwickeln sich, wenn der Beginn mit unlösbaren Problemen oder interpersonalen Schwierigkeiten verbunden ist. Diese Störungen wurden früher als verschiedene Formen der "Konversionsneurose oder Hysterie" klassifiziert. Sie werden als ursächlich psychogen angesehen, in enger zeitlicher Verbindung mit traumatisierenden Ereignissen, unlösbaren oder unerträglichen Konflikten oder gestörten Beziehungen. Die Symptome verkörpern häufig das Konzept der betroffenen Person, wie sich eine körperliche Krankheit manifestieren müsste. Körperliche Untersuchung und Befragungen geben keinen Hinweis auf eine bekannte somatische oder neurologische Krankheit. Zusätzlich ist der Funktionsverlust offensichtlich Ausdruck emotionaler Konflikte oder Bedürfnisse. Die Symptome können sich in enger Beziehung zu psychischer Belastung entwickeln und erscheinen oft plötzlich. Nur Störungen der körperlichen Funktionen, die normalerweise unter willentlicher Kontrolle stehen, und Verlust der sinnlichen Wahrnehmung sind hier eingeschlossen. Störungen mit Schmerz und anderen komplexen körperlichen Empfindungen, die durch das vegetative Nervensystem vermittelt werden, sind unter Somatisierungsstörungen (F45.0) zu klassifizieren. Die Möglichkeit eines späteren Auftretens ernsthafter körperlicher oder psychiatrischer Störungen muss immer mitbedacht werden.

Part of: F44: Dissoziative Störungen [Konversionsstörungen] › F40-F48: Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen › V: Psychische und Verhaltensstörungen